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Das Staatsbad berichtet:

Bäder & Sauna

 

Ein wun­der­ba­rer Som­mer hat uns, trotz Coro­na-beding­ter Ein­schrän­kun­gen, ab Juli eine tol­le Ther­mal­frei­bad-Sai­son ermög­licht. Jung und Alt genos­sen das herr­li­che Was­ser und auch bei etwas weni­ger Son­nen­schein zogen die „Hard­li­ner“ ihre Bah­nen. Im „Bis­tro Schlan­gen­bad“ konn­te man auf der herr­li­chen Ter­ras­se, mit Blick ins Tal, Lecke­res zum Essen oder Trin­ken genießen.

Am 30.09.2020 schlos­sen wir das Thermalfreibad.

Die Kelosau­na ist seit dem 19.10.2020 auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie geschlossen.

Auch die Aes­ku­lap Ther­me wur­de zum 2.11.2020 auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie geschlossen.

 Das Reser­vie­rungs­sys­tem fin­den Sie unter www.baeder.schlangenbad.online.

Das Staatsbad berichtet:

Geführte Wanderungen und Führungen

 

Die Nach­fra­ge nach geführ­ten Wan­de­run­gen und Kräu­ter­füh­run­gen war sehr groß. So baten wir Herrn Wolf­gang Blum, sei­ne belieb­ten Füh­run­gen wie­der auf­zu­neh­men. …und, es kamen 50 Gäs­te, die ihm fröh­lich und gut gelaunt folgten.

Eben­so zog auch Frau Schi­cke­danz ihre Gäs­te in den Bann und ver­mit­tel­te fast 20 Teil­neh­mern wel­che Kraft und Wer­tig­keit Kräu­ter haben kön­nen, die in unse­rer Gegend wachsen.

Die Reso­nanz bei­der Ver­an­stal­tun­gen ist für uns Anlass, die­se ger­ne fortzuführen.

Lei­der fan­den die His­to­ri­schen Füh­run­gen, mit Frau Sabi­ne Bon­gartz, nur weni­ge Inter­es­sen­ten. Dies war wohl den war­men Tem­pe­ra­tu­ren geschul­det. Des­halb arbei­ten wir schon an neu­en Kon­zep­ten, um in Zukunft einer grö­ße­ren Zahl von Inter­es­sier­ten, die span­nen­de Ver­gan­gen­heit der Gemein­de näher zu brin­gen. Mehr dazu, in der nächs­ten Aus­ga­be der Schlan­gen­ba­der Nachrichten.

Das Staatsbad berichtet:

Wanderwege

Da unse­re Wan­der­we­ge rund um Schlan­gen­bad mit neu­en Beschil­de­run­gen, über­ar­bei­te­ten Wege­füh­run­gen etc. drin­gend opti­miert wer­den müs­sen, hat sich ein Arbeits­kreis gefun­den, der sich die­ser Auf­ga­be mit gro­ßem Inter­es­se wid­met. Denn Wan­dern ist der abso­lu­te Trend und unser Wald und unse­re zau­ber­haf­te Gegend lädt direkt dazu ein. Inso­fern müs­sen wir Ver­säum­tes auf die­sem Gebiet schnell nach­ho­len und damit etwas tun, um den Erwar­tun­gen unse­rer Gäs­te gerecht zu werden.

Das Staatsbad berichtet:

Grünanlagen

Den obe­ren Bereich am Park­platz „Adel­heit­tal“, haben wir auch begon­nen umzu­ge­stal­ten. Wir ebne­ten den Boden ober­halb des Park­plat­zes und umgrenz­ten die dor­ti­gen Suk­zes­si­ons­flä­chen (umgangs­sprach­lich wer­den Flä­chen, die frü­her genutzt und seit­her über einen län­ge­ren Zeit­raum sich selbst über­las­sen wur­den, als sol­che bezeich­net), die ein wert­vol­ler Bereich für Tie­re des Wal­des sind. Damit fällt nun der Blick direkt auf die­ses inter­es­san­te Biotop.

Auch der Teich, der uns, wäh­rend des sehr war­men Som­mers gro­ße Sor­ge berei­te­te, erhielt eine neue Umzäunung.

Das Staatsbad berichtet:

Über die aktuelle Situation

Aes­ku­lap Ther­me
Am 1. Okto­ber konn­ten wir die Aes­ku­lap Ther­me wie­der für die Öffent­lich­keit öff­nen. Ins­be­son­de­re für unse­re sehr treu­en Stamm­gäs­te war dies eine sehr gute Nach­richt. Der Kneipp-Ver­ein und die Rheu­ma Liga, die Sport­ver­ei­ne, alle, die das Ther­mal­was­ser für gesund­heit­li­che Zwe­cke nut­zen, waren froh, sich wie­der in der Ther­me tref­fen zu kön­nen.
Am 2.11.20 war aber auch hier die Schlie­ßung Coro­na bedingt notwendig.

Kelo Sau­na und Bis­tro
Eben­so am 1.Oktober öff­ne­ten wir die Kelo Sau­na wie­der. Wir muss­ten sie schwe­ren Her­zens, bereits am 19.10.2020 wie­der schlie­ßen.
Grün­de sind neben den bereits genann­ten expo­nen­ti­ell stark gestie­ge­nen Coro­na-Infek­ti­ons­zah­len auch betriebs­wirt­schaft­li­che Aspek­te, wie sich jeder vor­stel­len kann, bei den oft nur ein­stel­li­gen Besu­cher­zah­len und Kos­ten des Betreibens.

Neu­be­schil­de­rung von Wan­der­we­gen
Die Opti­mie­rung und Neu­aus­schil­de­rung von Wan­der­we­gen rund um Schlan­gen­bad, die ich im Team, zusam­men mit einer Inter­es­sen­grup­pe aus sehr enga­gier­ten Schlan­gen­ba­der Bür­gern ange­gan­gen habe, macht Fort­schrit­te. Die Schil­der sind her­ge­stellt und nun geht es wei­ter ans Beschil­dern der Wege. Infor­ma­ti­on fin­den Sie auf unse­rer Web­site!
Übri­gens unse­re Web­site, die Sie unter www.schlangenbad27Grad.de und vor allem hier­bei der Slo­gan 27Grad, des­sen Urhe­ber übri­gens ein Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes der Staats­bad GmbH ist, erhält enorm viel Beifall!

Brü­cke der Medi­an-Kli­nik
Wie Sie wis­sen, ist die Brü­cke, die vom Kur­park zur Tou­rist Infor­ma­ti­on und Aes­ku­lap Ther­me führt und im Eigen­tum der Medi­an Kli­nik ist, aus bau­li­chen Grün­den seit Jah­ren gesperrt. Nicht nur aus opti­schen Grün­den ist dies ein schlim­mer und untrag­ba­rer Zustand für uns alle.
Des­halb füh­ren Herr Bür­ger­meis­ter Mar­co Eyring und ich mit dem Eigen­tü­mer der Immo­bi­lie, der Medi­an Kli­nik, wei­ter inten­si­ve Gesprä­che, um das frü­he­re Bild der Brü­cke und vor allem deren Begeh­bar­keit wie­der her­zu­stel­len! Wir sind hier, so mei­nen wir, auf einem guten Weg.

Kolo­na­den
Auch das The­ma der denk­mal­ge­schütz­ten und in schlech­tem bau­li­chem Zustand befind­li­chen Kolon­na­den ist ein Schwer­punkt­the­ma der Staats­bad GmbH ‑natür­lich auch hier, im Zusam­men­wir­ken mit der Gemein­de. Aber auch in die­sem Fall sind wir auf die Mit­wir­kung des Eigen­tü­mers einer­seits und des Päch­ters ande­rer­seits, hier der Ober­berg­grup­pe, ange­wie­sen. Diver­se Gesprä­che, die wir führ­ten, deu­ten auf eine posi­ti­ve Ver­än­de­rung hin.
Des­halb dür­fen wir Ihnen auch hier ver­si­chern, dass es Herrn Bür­ger­meis­ter Eyring und mir ein extrem wich­ti­ges Anlie­gen ist, all die­se The­men einer bal­di­gen Lösung zufüh­ren.
Ich wün­sche Ihnen wei­ter­hin ‑trotz allen Coro­na beding­ten Ein­schrän­kun­gen- eine schö­ne Weih­nachts­zeit und bereits heu­te ein ganz gutes und gesun­des Neu­es Jahr 2012. Nut­zen Sie unse­re herr­li­che Umge­bung, den Wald und die gute Luft.

Herz­lichst
Ihre
Bär­bel Storch
Geschäfts­füh­rung
Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH
www.schlangenbad27Grad.de

Interview mit Bärbel Storch für Radio Antenne Frankfurt

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Zehntausend TULPEN FÜR DEN KURPARK

Interview mit Jörg Thuss, Geschäftsführender Gesellschafter Terraconsult Nürnberg; Residenz & Hotel Schlangenbad / 6.8.20

Lesen Sie hier das ganze Interview…

Inter­view mit Herrn Jörg Thuss, Geschäftsführender Gesell­schaf­ter Ter­ra­con­sult Nürnberg; Resi­denz & Hotel Schlan­gen­bad / 6.8.20

Bärbel Storch: Herr Thuss, wie kamen Sie gera­de auf Schlan­gen­bad, um sich hier mit Ihrer Senio­ren­re­si­denz zu etablieren? 

Jörg Thuss: Wir haben Desti­na­tio­nen gesucht, die sich als Ort, für den Bau von Senio­ren­re­si­den­zen, eig­ne­ten. Schlan­gen­bad, wel­ches vor 24 Jah­ren noch ein sehr leben­di­ger und gut besuch­ter Ort war, schien uns als beson­ders wer­tig. Der dama­li­ge Bürgermeister, Klaus Peter Willsch, war sei­ner­zeit ein gro­ßer Befürworter unse­res Pro­jekts und unterstütze es sehr. Er war auch der­je­ni­ge, der auf eine Gara­ge drängte, die wir auch bau­ten und bis heu­te für den öffentlichen Ver­kehr zugänglich haben. 

Bärbel Storch: Wer betreibt die Senio­ren­re­si­denz in Schlan­gen­bad?
Jörg Thuss: Seit dem Jahr 2000, also von Anbe­ginn an, bin ich selbst der Betrei­ber, habe aber vor Ort ein Team, das sich dar­um kümmert, dass sich alle bei uns wohlfühlen.

Bärbel Storch: Sehen Sie in dem Ort Schlan­gen­bad wei­ter­hin Potenzial? 

Jörg Thuss: Grundsätzlich ja, wenn die Gemein­de und deren Gre­mi­en uns mit mehr Schul­ter­schluss beglei­ten würden. Seit 20 Jah­ren sind wir hier durch­aus ein „Leuchtturm“ und nicht zu ver­ges­sen Gewer­be­steu­er­zah­ler. Wir würden uns mehr Unterstützung wünschen und Inter­es­se bei vie­len Din­gen, die wir anbie­ten. Das reicht von Senio­ren­sport­kur­sen wie Sitz-Yoga bis hin zum unter­halt­sa­men Bin­go am Nach­mit­tag. Es wäre schön, wenn die Kom­mu­ne, aber auch die Bevölkerung, das Licht, das wir geben, auch mit zum Strah­len brin­gen würde. 

Ich sehe mit Besorg­nis, dass sich Schlan­gen­bad in den letz­ten 10 Jah­ren in einer bedau­er­li­chen Abwärtsspirale befin­det. Es macht den Anschein, dass das Leben hier nicht mehr statt­fin­det. Es ist kaum noch Gas­tro­no­mie oder gar Hotel­le­rie vor­han­den — im Ver­gleich zu früheren Jah­ren. Dies schwächt den Tou­ris­mus enorm – geschwei­ge denn von „Kauf­kraft“ zu spre­chen, die glei­cher­ma­ßen aus­bleibt. Es ging berg­ab und nicht berg­auf! Die Gefahr, dass die­ser schöne Ort in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit verfällt, ist gege­ben. Dies wird möglicherweise auch einen Immo­bi­li­en­preis­ver­fall nach sich ziehen. 

Für Schlan­gen­bad würde ich mir wünschen, dass das Poten­zi­al des Ortes, die schönen Wälder, das gute Kli­ma und die ange­neh­me, ent­spann­te Atmosphäre wie­der erkannt wird. Gera­de Letz­te­res ist in Zei­ten von Stress und Hek­tik eine Wohl­tat für Men­schen aller Alters­grup­pen und kann den Ort Schlan­gen­bad wie­der attrak­tiv machen, so dass auch die Kauf­kraft ange­kur­belt wird und der Immo­bi­li­en­preis in den nächsten Jah­ren sta­bil bleibt. 

Bärbel Storch: Sie haben nach wie vor sehr gro­ße Sym­pa­thien für Schlan­gen­bad. Man sieht es Ihnen förmlich an, wenn Sie zum Fens­ter hin­aus bli­cken in unse­ren schönen Kur­park… Was für Ideen haben Sie, um die Leben­dig­keit wie­der zu erhöhen?

Jörg Thuss: Ger­ne bin ich dazu bereit, erneut Initia­ti­ven zu zei­gen also, ich spen­de zunächst 10.000 Tul­pen­zwie­beln, pflan­ze die­se in den Kur­park, damit wir den nächsten Frühling bunt und lebens­froh erbli­cken. Und ich übernehme die Baum­pa­ten­schaft für die gro­ße, star­ke Lin­de vor mei­ner Resi­denz, die wun­der­ba­ren Schat­ten spendet.

Bärbel Storch: Herr Thuss, das fin­de ich groß­ar­tig! Bei Ihrem Ange­bot mit den Tul­pen­zwie­beln wird sich die Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH mit Freu­de ein­brin­gen und Sie dabei unterstützen. Ihre Idee mit der Baum­pa­ten­schaft ist eben­so mehr als lobens­wert!! Dies soll­te Schu­le machen. 

Herr Thuss, wir dan­ken Ihnen für das Gespräch! 

Das Inter­view führte Bärbel Storch, Geschäftsführerin der Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH Schlan­gen­bad.  10.8.2020

Schlangenbader Manufaktur — Körperpflegeprodukte aus Thermalwasser

Interview mit Tanja Sinzig-Huskamp, Schlangenapotheke Schlangenbad / 9.9.20

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Inter­view mit Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp, Schlan­gen­apo­the­ke Schlan­gen­bad / 9.9.2020

Bär­bel Storch: Frau Sin­zig-Hus­kamp ich freue mich sehr, dass wir uns heu­te zum „Wald-Gespräch“, hier im Adel­heid Tal auf einer Bank tref­fen.
Sie sind hier gebo­ren und eng mit dem Schlan­gen­ba­der Wald verbunden.

Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp: Ja, ich bin hier gebo­ren, auf­ge­wach­sen und sehr ver­wur­zelt mit dem Ort. Ich sage immer schmun­zelnd: Ich habe es nicht weit gebracht — damit mei­ne ich natür­lich nur das Ört­li­che. Und hier möch­te und wer­de ich auch blei­ben.
Der Schlan­gen­ba­der Wald ist nicht nur mein Erho­lungs­ort, nein, er ist auch Kind­heits­er­in­ne­rung für mich. Die­ser Wald war uns wie ein Spiel­platz, eine Erleb­nis­welt und für uns Kin­der, eine Welt in der wir immer neue Din­ge fanden.

Bär­bel Storch: Sie sind appro­bier­te Apo­the­ke­rin sowie auch staat­lich geprüf­te Heil­prak­ti­ke­rin, sehen Sie den Wald gesund­heits­för­dernd für Menschen?

Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp: Aber ja! Natür­lich hat der Wald durch sei­ne Ruhe, sein Kli­ma, sein Licht und Schat­ten­spiel eine enor­me Wir­kung auf unse­ren Kör­per und Psy­che. Hier­bei geht es gar nicht um sport­li­ches Wan­dern oder kör­per­li­che Ertüch­ti­gung, nein, der Wald wirkt auf uns ohne unser akti­ves Zutun, wohl­tu­end beru­hi­gend und ent­span­nend.
In Japan wird der Wald in sei­ner gesund­heits­för­dern­den Wir­kung wis­sen­schaft­lich beschrie­ben und weit­aus mehr geschätzt und pro­pa­giert als bis­her bei uns. Aber auch bei uns in Deutsch­land erfährt der Wald u.a. durch den Autor und Förs­ter, Peter Wohl­le­ben, end­lich nun auch Beschrei­bung und Aus­sa­ge zu sei­ner außer­ge­wöhn­li­chen Wertigkeit.

Bär­bel Storch: Sie ken­nen Schlan­gen­bad von Kind­heit an, also auch zu Zei­ten, in wel­cher die „KUR mit kuren­den Gäs­ten“ den Ort beleb­ten; wie hat sich in die­ser Bezie­hung der Ort verändert?

Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp: Das stimmt. Ich ken­ne Schlan­gen­bad noch aus der Zeit, als Kuren von Sei­ten der Kran­ken­kas­sen bezahlt wur­den und wir hier sehr vie­le Kur-Gäs­te begrüß­ten. Die­se Zei­ten sind lei­der längst vor­bei.
Der Begriff „Kur“ hat heu­te m.E. eine ande­re Form, einen ande­ren Inhalt und eine ande­re Ziel­set­zung. Man wan­delt heu­te nicht mehr mit dem Glas in der Hand durch die Allee. Die Kur hat sich ver­än­dert, ist aber ohne Zwei­fel nach wie vor wesent­lich und enorm wich­tig für unse­re Gesund­heit. Heu­te sucht man Ent­span­nung, Erho­lung und Aus­gleich zum All­tag. Man möch­te inspi­riert wer­den, Din­ge zu tun und zu erle­ben, die wohl­tu­end ablen­ken vom täg­li­chen Stress, allen digi­ta­len „End­ge­rä­ten“ und die ein­fach guttun.

Bär­bel Storch: D.h. Sie sehen in Schlan­gen­bad einen Ort, der bes­te Vor­aus­set­zun­gen bie­tet zur Kur im heu­ti­gen Sinn?

Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp: Ja, viel­leicht heu­te mehr denn je! Der Gast, der zu uns kommt, kann das Maß des­sen, was ihm gut­tut, was ihm hilft, Ent­span­nung und Wohl­be­fin­den zu fin­den, selbst ent­schei­den. Unser wun­der­schö­ner Ort, bie­tet den herr­li­chen Wald und unser ein­ma­li­ges Ther­mal­was­ser zum Baden und zum Trin­ken! Ich den­ke, dass die­se Kom­bi­na­ti­on, Ther­mal­was­ser und Wald, sehr schnell ihre spür­ba­re posi­ti­ve Wir­kung hin­ter­lässt. Ein Auf­at­men und zu neu­en Kräf­ten ist das Ergeb­nis! Ein­deu­tig kann man bei uns in Schlan­gen­bad „die Stadt hin­ter sich las­sen“ und in Erho­lung eintauchen.

Bär­bel Storch: Sie selbst stel­len aus unse­rem quell­fri­schen Ther­mal­was­ser wert­vol­le Kos­me­tik her.

Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp: Genau! Schon seit vie­len Genera­tio­nen wird in der Schlan­gen-Apo­the­ke ganz hand­werk­lich mit dem Ther­mal­was­ser gear­bei­tet. Ich nut­ze unser Ther­mal­was­ser zur Her­stel­lung von Kör­per­pfle­ge­pro­duk­ten. Es sind qua­si regio­na­le Manu­fak­tur­pro­duk­te. Unse­re klei­ne Manu­fak­tur ist etwas Beson­de­res, denn wir arbei­ten ganz tra­di­tio­nell und pro­du­zie­ren nicht im gro­ßen Maßstab.

Bär­bel Storch: Was wür­den Sie sich wün­schen für die Zukunft unse­res Ortes?

Tan­ja Sin­zig-Hus­kamp: Sehr begrü­ßen wür­de ich es, wenn wir eine sich wei­ter ent­wi­ckeln­de, gut funk­tio­nie­ren­de Hotel­le­rie und Gas­tro­no­mie bekä­men. Es wäre schön, wenn hier­bei in die Zukunft inves­tiert wür­de. Wir sind ein bezau­bern­der Nah­erho­lungs­ort! Das soll­ten wir nut­zen. Ich wün­sche mir natür­lich auch, dass die Wahr­zei­chen unse­res Ortes gepflegt und wie­der­be­lebt wer­den — ich den­ke an z.B. die Kolon­na­den. Auch befür­wor­te ich, dass unse­re bei­den denk­mal­ge­schütz­ten, wun­der­schö­nen Parks noch mehr genutzt wer­den. Es freut mich immer sehr, wenn ich sehe, wie am „war­men Bach“, im unte­ren Park, Kin­der im Was­ser plant­schen und den herr­li­chen Som­mer, mit ihren Müt­tern genie­ßen. …oder wie im obe­ren Kur­park, an den Gerä­ten geturnt wird. Das ist Leben mit dem Park und im Park und das dürf­te gern auch noch mehr wer­den. Außer­dem wün­sche ich mir, erwei­ter­te und auch benann­te Stel­len zur „Wal­d­er­ho­lung“.

Bär­bel Storch: Man merkt es deut­lich, wie Sie Schlan­gen­bad lie­ben. Ich dan­ke Ihnen für unse­re leb­haf­te und inter­es­san­te Unterhaltung!

Das Gespräch führ­te Bär­bel Storch, Geschäfts­füh­re­rin der Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH
Schlan­gen­bad, den 10.9.2020

Das Museum mit einen Bekanntheitsgrad in aller Welt!

Interview mit Karlheinz Luft, Malermeister mit Betrieb in Schlangenbad-Wambach Schlangenbad / 21.10.20

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Inter­view mit Karl­heinz Luft, Maler­meis­ter mit Betrieb in Schlan­gen­bad-Wam­bach / 21.10.2020

Bär­bel Storch: Herr Luft, Sie sind ein ech­ter Wam­ba­cher, wur­den Sie auch hier geboren?

Karl­heinz Luft: nein, gebo­ren wur­de ich in Kied­rich aber eigent­lich beim ers­ten „Blick in die Welt“ sah ich Wam­bach und füh­le mich auch als Ur-Wambacher.

Bär­bel Storch: Sie betrei­ben einen Maler­be­trieb in Wambach.

Karl­heinz Luft: ja, zusam­men mit mei­nem Bru­der. … und dies seit 50 Jahren.

Bär­bel Storch: Sie haben sich für die Gemein­de in vie­ler­lei Hin­sicht eingebracht!

Karl­heinz Luft: ja, ich gehör­te aktiv seit 60 Jah­ren dem Gesangs­ver­ein an, davon vie­le Jah­re im Vor­stand. Seit über 50 Jah­ren bin ich Mit­glied der frei­wil­li­gen Feu­er­wehr. Ich war auch immer schon im GV orga­ni­siert bei allen Ver­an­stal­tun­gen und don­ners­tags gehö­re ich zu den „Fried­hof-Säu­be­rern“ — „Zukunft Dorfmitte“

Bär­bel Storch: aber Ihre gro­ße Lei­den­schaft gehört einem ganz beson­de­ren Hobby!?

Karl­heinz Luft: ja, das stimmt! Mei­ne Lei­den­schaft gehört dem Sam­meln von Mühl­stei­nen und dar­über hin­aus allen alten hand­werk­li­chen Uten­si­li­en jeg­li­cher Art.

Bär­bel Storch: als eins­ti­ger Eigen­tü­mer der „Wam­ba­cher Müh­le“, die Sie in 2019 an ihren Päch­ter, die­ser groß­ar­ti­gen Gas­tro­no­mie ver­kauft haben, wid­men Sie sich zusam­men mit Ihrer Frau nun noch inten­si­ver Ihrem Mühlenmuseum.

Karl­heinz Luft: ja, vor 30 Jah­ren kauf­te ich die eins­ti­ge Müh­le aber erst im Jahr 2004 habe ich das Muse­um gebaut. Der durch das Gelän­de lau­fen­de Bach, der Mühl­gra­ben, dien­te auch als Lösch­was­ser im Fal­le eines Bran­des. Das Was­ser­recht besteht seit Urzeiten.

Bär­bel Storch: Ihr Muse­um hat mitt­ler­wei­le einen außer­or­dent­li­chen Bekannt­heits­grad in aller Welt!

Karl­heinz Luft: ja, erfreu­li­cher­wei­se! Aus allen Tei­len der Welt erhal­te ich wert­vol­le Gegen­stän­de. Ob Mühl­rä­der, denen mei­ne ganz beson­de­re Lie­be gilt oder Hand­werks­uten­si­li­en aller Art. Übri­gens, das Mühl­rad im Bach­lauf habe ich in Nor­we­gen gese­hen und nachgebaut.

Bär­bel Storch: wie vie­le Mühl- und Schleif­stei­ne stel­len Sie in Ihrem groß­ar­ti­gen Muse­um aus?

Karl­heinz Luft: mitt­ler­wei­le sind es ca. 550 Stück. Ich darf mit Stolz sagen, dass dies die größ­te Samm­lung in Deutsch­land ist. Gesamt stel­le ich 25.600 Gegen­stän­de, die im Zusam­men­hang mit alten Hand­werks­uten­si­li­en ste­hen, aus.

Bär­bel Storch: wie groß ist den die Flä­che des Museums?

Karl­heinz Luft: als ich 1997 das Was­ser­rad bau­te, zog dies einen Bebau­ungs­plan nach sich. Dar­aus wur­de 2004 das Muse­ums­ge­bäu­de gebaut. Es umfasst 260 Quadratmeter.

Bär­bel Storch: sind Sie selbst vor Ort und erklä­ren den inter­es­sier­ten Besu­chern die Gegen­stän­de und Museumsstücke?

Karl­heinz Luft: Ja, ich bie­te Füh­run­gen an und auch die Fach­leu­te der ein­zel­nen Gewer­ke sind begeis­tert selbst vor Ort und erzäh­len von Ihrer alten Hand­werks­kunst.
Das Muse­um ist dadurch ein Zusam­men­tref­fen von Hand­wer­kern, die die alten Hand­werks­küns­te vor dem Ver­ges­sen bewahren.

Bär­bel Storch: Herr Luft, ich dan­ke Ihnen für die­se hoch inter­es­san­te Schil­de­rung Ihres Schaf­fens! Ich wün­sche Ihnen wei­ter­hin viel Freu­de und groß­ar­ti­ge Begeg­nun­gen aus aller Welt.
Als Geschäfts­füh­re­rin der Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH dan­ke ich Ihnen eben­so für die­se unglaub­li­che Berei­che­rung, die­ser Sehens­wür­dig­keit in unse­rer Gemeinde.

Das Inter­view führ­te Bär­bel Storch, Geschäfts­füh­re­rin der Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH 

Schlan­gen­bad, den 21.10.2020

Eine Rodung erfordert Geduld von 2 bis 3 Generationen

Interview mit Dipl. Ing. (FH) Jochen Lüke, Forstamtmann / 23.11.2020

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Inter­view mit Herrn Dipl. Ing. (FH) Jochen Lüke, Forst­amt­mann / 23.11.2020

B. Storch: Herr Lüke, Sie sind 1956 in Gel­sen­kir­chen gebo­ren, sind Sie dort auch aufgewachsen?

J. Lüke: Nein, auf­ge­wach­sen bin ich im Sauer­land in der Nähe von Brilon.

B. Storch: Das Sauer­land ist eine sehr wald­rei­che Gegend; hat Sie die­se Land­schaft inspi­riert Forst­wirt­schaft zu studieren?

J. Lüke: Ja, das war schon sehr aus­schlag­ge­bend und ich kann heu­te sagen, dass es die rich­ti­ge Ent­schei­dung war, die mich bis heu­te sehr interessiert.

B. Storch: Seit 1983 sind Sie in Diens­ten des Forst­am­tes Rüdes­heim und Bad Schwal­bach. Wenn Sie nun zurück­bli­cken, hat sich in die­sen Jah­ren der Wald verändert?

J. Lüke: Nun, durch die bereits im Jahr 1985 begin­nen­den Wind­wurf-Kata­stro­phen, die auch in den Jah­ren danach folg­ten, han­geln wir uns von einer her­aus­for­dern­den Situa­ti­on zu nächs­ten. Aber, wir ler­ne auch daraus.

B. Storch: Wie erholt sich ein Wald von sol­chen Einschnitten?

J. Lüke: Der Wald ent­wi­ckelt eine stän­di­ge Dyna­mik, einer soge­nann­ten Ver­jün­gung. Die bio­lo­gi­sche Dyna­mik ist sehr groß. Schau­en Sie sich den Schwarz­wald oder den Baye­ri­schen Wald an, wobei eine Betrach­tung natür­lich nicht mit schnel­len Erfol­gen und Ver­än­de­run­gen zu erwar­ten ist. Sol­che natür­li­chen Rege­ne­ra­ti­ons­pro­zes­se bedür­fen eines lan­gen Zeit­ab­schnit­tes, geprägt von Geduld.

B. Storch: Wie ver­läuft so ein natür­li­cher Regenerationsprozess?

J. Lüke: Ein sol­cher Pro­zess ist von uns Forst­leu­ten vor­sich­tig zu beglei­ten und zu unter­stüt­zen. Der Wald ent­wi­ckelt einen soge­nann­ten Vor­wald. Es wächst zunächst eine soge­nann­te Schlag­flo­ra her­an, Kraut­pflan­zen. Danach treibt der Baum­be­wuchs, aus soge­nann­ten leich­ten Samen aus. Dar­auf fol­gen dann Baum­ar­ten wie Buchen und Eichen.

B. Storch: Fors­ten Sie den­noch ergän­zend auf?

J. Lüke: Ja, das tun wir. Wir ver­su­chen zu regu­lie­ren. Je nach Stand­ort pflan­zen wir Bäu­me, die zu den jewei­li­gen Stand­or­ten in Bezug auf Kli­ma und Boden­ver­hält­nis­se pas­sen, denn der Mensch soll­te den Wald sinn­voll beglei­ten, um kli­ma­sta­bi­le Wäl­der zu bekom­men.
In der Natur herrscht das soge­nann­te Chaos­prin­zip aus dem Klein­struk­tu­ren ent­stam­men, wie diver­se Baum­ar­ten und auch Pil­ze, die dann ein sta­bi­les Wald­ge­fü­ge bilden.

B. Storch: Der Wald um uns her­um sieht momen­tan erschre­ckend aus, wie beschrei­ben Sie dies?

J. Lüke: Ich ver­ste­he, dass der Anblick der­zeit unge­wöhn­lich ist. Aber, auch hier gilt es, das Gesche­hen der not­wen­di­gen Rodung mit Geduld, Gelas­sen­heit und Wis­sen zu beglei­ten. Und wenn ich dies so gelas­sen sage, mei­ne ich, dass die­se Geduld von den nächs­ten 2 bis 3 Genera­tio­nen erwar­tet wer­den muss!

B. Storch: Eine lan­ge Her­aus­for­de­rung der Geduld also?

J. Lüke: Ja, natür­lich. Begin­nend damit, dass nun in den nächs­ten 10 Jah­ren die Grund­la­ge des natur­na­hen Wald­baus gelegt wer­den muss. Wir dür­fen nicht ver­ges­sen, dass der Wald in gewis­ser Wei­se eine Daseins­vor­sor­ge für die Welt ist. Dazu zählt unse­re Luft, die Kli­ma­sta­bi­li­sie­rung, der Ero­si­ons­schutz, die Was­ser­spei­che­rung und nicht zur ver­ges­sen, die Erho­lungs­funk­ti­on und der Natur­schutz. Das alles ist Bio­di­ver­si­tät die wir in einer mul­ti­funk­tio­na­len Beglei­tung als Auf­ga­be sehen.

B. Storch: Vie­le Men­schen, die der­zeit in den Wald gehen, bekla­gen den Anblick kahl­ge­schla­ge­ner Flä­chen und her­um­lie­gen­des Geäst.

J. Lüke: Ja, ich kann das ver­ste­hen, aber das las­sen wir bewusst so, es dient dem Ero­si­ons­schutz.
Man nennt das auch Lebend­ver­bau, wenn Tot­höl­zer den Boden bede­cken. Es dient der Beschat­tung und dem Schutz des Bodens, um das Wachs­tum zu befördern.

B. Storch: Herr Lüke, im Juli 2021 gehen Sie in Ihren wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand, freu­en Sie sich darauf?

J. Lüke: Oh ja, ich freue mich auf ver­schie­de­ne Rei­sen in aus­ge­wähl­te Natur­schutz­ge­bie­te. Ich freue mich auf mei­ne Fami­lie und den Bau­ern­hof, auf dem ich lebe. Da gibt es genü­gend Beschäf­ti­gung, nicht zu ver­ges­sen die Jagd, der ich mit Lei­den­schaft nachgehe.

B. Storch: herz­li­chen Dank für das Gespräch, es hat mir gro­ße Freu­de gemacht, mich mit Ihnen zu unter­hal­ten. Ich wün­sche Ihnen und Ihrer Fami­lie eine schö­ne Weih­nachts­zeit und vor allem ein ganz gutes Neu­es Jahr.

Das Inter­view führ­te Bär­bel Storch, Geschäfts­füh­re­rin der Staats­bad Schlan­gen­bad GmbH
Schlan­gen­bad, den 23.11.2020